Über mich
Der Satz von Pablo Picasso "Kunst wäscht den Staub des Alltags von der Seele" hat für mich in der jetzigen Zeit geradezu eine existenzielle Bedeutung.
In meiner Kunst reflektiere ich die Welt um mich herum durch abstrakten Expressionismus in meinen Bildern.
Für mich ist malen eine lustvolle aber auch eine herausfordernde Arbeit. In meinem Atelier in Interaktion mit der Leinwand verarbeite ich intuitiv das Geschehen um mich herum.
Ich liebe die Welt der Farben. Wenn ich in einen Prozess eintauche verschwinden
Zeit und Raum, da bin ich in einer anderen Welt. Auch wenn ich mit einem groben Plan beginne, überlasse ich meiner Intuition die Führung. Am liebsten beginne ich ein Werk planlos, suche Farben, die mich ansprechen und experimentiere ohne Angst vor Irrtümern. Im Zuge des Prozesses kann viel geschehen, es können sich Farben ändern, aber auch die gesamte vorher eventuell gedachte Bildkomposition. Ich mag in der Arbeit die Zufälle, aus denen ergibt sich immer spannendes, mit dem sich interessant weiterarbeiten lässt und mich begeistert.
Ich mag das Spiel zwischen Chaos, Ordnung und Emotionen. Ich finde es jedes Mal faszinierend, die Herausforderung anzunehmen, das Neue, das Weite, das Unbekannte zu entdecken - das immer lebendig, immer voller Energie ist.
Ganz oft erklären sich mir meine Bilder nach Fertigstellung und zeigen mir gemalte Erkenntnisse und verarbeitete Emotionen.
Manchmal sehe ich meine Bilder nach einer gewissen Zeit, in einer anderen Gemütslage, wieder anders und ich bin am ergänzen oder übermalen. Ich mag die Tiefe, die sich durch die vielen Schichten dann ergeben.
Die Welt der Empfindungen manifestiert sich je nach Sensibilität und Wesen des einzelnen Künstlers auf unterschiedliche Weise, denn die Entscheidung, sich von dieser inneren Dimension beherrschen zu lassen, die folglich eine formlose und daher völlig instinktive Sprache erfordert, wird zu einer Erweiterung des Selbst. Der Informes und schließt die darauf resultierende Zukunft in ihre Gedankenwelt ein, die sich im Bild wiederfindet
Möchte man ihren Stil definieren, so ist er eindeutig dem abstrakten Neoexpressionismus zuzuordnen. Figurative oder architektonisch angedeutete Akzente finden man kaum, abgesehen von Aktstudien, die bewusst charismatisch, spartanisch gehalten sind. Einfluss nehmen auch die Eindrücke, Impulse und Erlebnisse, die aus dem Alltäglichen kommen und vielfach schöne Empfindungen spüren lassen. Gleichzeitig werden aber auch, oft spontan, politische, gesellschaftskritische und die Künstlerin unmittelbar emotional in Anspruch nehmende Themata etabliert. Ansätze betreffend Informel oder Suprematismus oder geometrische Elemente findet man kaum, und wenn, dann subtil eingegliedert als Ergebnis des eigenen Werdegangs, der Entwicklung und Reifung der Künstlerin. Im abstrakten Expressionismus ist alles der instinktiven Freiheit des Arbeitsprozesses und dem sich daraus entwickelten Bildimpuls überlassen, was jedoch nicht als ungeplante Werkentstehung interpretiert werden soll.
Vielmehr werden Arbeiten revidiert, übermalt, ergänzt und stellen erst dann ein zufriedenes Ergebnis dar.
Die österreichische Künstlerin Gabriele Uher wählt die Abstraktion des Expressionismus, um ihre Reflexionen, ihre innere Welt durch eine persönliche Bildsprache zu erzählen.
In einigen Werken tritt eine lyrische Haltung hervor, eine chromatische Suggestion, die auf der Grauskala beruht. In anderen Gemälden ist es die impulsivere und überwältigende Seite, die hervortritt. Die Bilder sind kompromisslos und entbehren rein dekorative Ansprüche. Die Diplomatie tritt in den Hindergrund. Das Charisma nimmt überhand. Als Materialien verwendet die Künstlerin Leinwand, gelegentlich auch Karton oder Papier. Auf diesen Medien wird mit Acryl und Oilpastellfarben gearbeitet. Aktstudien mit Kohle und Aquarellfarben ergänzen das OEvre. Als tendenziell am liebsten verwendete Farbkombinationen finden sich Schwarz, Weiß, Grau, manchmal mit impulsiven Rotakzenten versehen, die dem, Motiv Leben verleihen. Spartanisch. nicht zu viel, aber doch genug äußert sich das Bild dem Betrachter. Trotz Spannung wird Harmonie erzielt. Gabriele Uher verwendet dier Farbpalette, um jeder Farbe ihre eigene spezifische Rolle und die damit assoziierten plastischen Eindrücke an den Betrachter zu senden. Das Bild wird zur Funkzentrale. Leidenschaftliches Rot, kontrastiertes Schwarz oder Ocker, aber auch luftiges Pink und florale Pastelltöne finden in den Arbeiten Platz.
Text: Marta Lock - Kunstkritikerin, Autorin - Italien
Ergänzung und deutsche Überarbeitung
Dr. Andreas Grabner - Arzt, Künstler
www.andreasgrabner.at
Mein künstlerischer Werdegang
- Kunstschule Wien
- Kunstfabrik - diverse Kurse bei verschiedenen Künstlern
- diverse Workshops bei verschiedenen KünstlerInnen im In- und Ausland
- Kreativtage Sittendorf Atelier Walter Winter
- jährliche Kunstreisen nach Italien
- künstlerische Unterstützung durch Mag. art Gudrun Burgstaller Italien
- Mitglied der Künstlergruppe Imala die Farbechten
- Mitglied Gemeinschaftsatelier St. Gabriel
- Mitglied Offenes Atelier Wien
- jetzt eigenes Atelier
- Mitglied der Berufsvereinigung der Bildenden Künstler Österreich
Geboren in Nürnberg, wuchs ich in einem künstlerischen Umfeld auf. Mein Großvater war Maler und daher haben Farben und malen mich immer begleitet. In meinem Beruf als Sonderpädagogin und Leiterin mehrerer basalen Tagesstätten für mehrfach schwerbehinderte junge Menschen wurde ich sehr gefordert und malen größerer Werke war für mich nicht möglich. Kreativ war ich aber auch während meiner Berufszeit immer.
Nach einem Hörsturz und beidseitige Ertaubung musste ich meinen Beruf aufgeben. Mit dieser Gehörlosigkeit wurde ich auf eine andere Wahrnehmungsebene katapultiert. Ich sah mehr, ich nahm meine Umgebung viel intensiver wahr.
Nach meiner beruflichen Karriere bin ich vollends in der Kunst angekommen. Sie schaffte mir Ruhe und Ausdruck.
Mit vollem Elan - und Freude am Tun besuchte ich Kurse, Seminare, Workshops, Malwochen bei verschiedenen KünstlerInnen im In- und Ausland und machte Kunstreisen nach Italien. Ich habe meine Technik vertieft und mein Kunstverständnis durch intensive Auseinandersetzung mit Kunst im In- und Ausland erweitert.
Beim malen brauche ich keine Musik, die mich trägt, ich male grundsätzlich ohne meine Cochlea Geräten, mit denen ich höre und bin in meiner inneren Welt und meiner inneren Musik zuhause. So entstehen dann meine Bilder, meine innere Welt.