Über mich

Die Malerei begleitet mich seit meiner Kindheit. Mein Großvater war Maler und weckte früh meine Begeisterung für Farben, Formen und kreativen Ausdruck. Dennoch führte mich mein beruflicher Weg zunächst in eine andere Richtung.

Erst durch eine einschneidende Veränderung in meinem Leben fand ich zur Kunst zurück. Eine Ertaubung stellte meine Welt auf den Kopf und ließ mich neue Wege suchen, Wahrnehmung und Ausdruck zu erleben. Das Malen wurde für mich zu einer wichtigen Verbindung zu mir selbst und zu einer Sprache, die keine Worte braucht. 

Heute höre ich mit Cochlea-Implantaten. Während des Malens lege ich diese jedoch häufig ab. In der Stille entsteht ein besonderer Raum - ein Rückzug in meine innere Welt, in der Farben, Strukturen und Emotionen die Führung übernehmen. Dort entstehen meine Werke intuitiv und zugleich geprägt von Lebenserfahrungen, Erinnerungen und Beobachtungen. 

Meine Bilder beschäftigen sich mit Themen wie Verbundenheit, Hoffnung, Wandel, gesellschaftliche Entwicklungen und der Vergänglichkeit des Augenblicks. Dabei geht es mir nicht um konkrete Abbildungen , sondern um das Sichtbar machen von Stimmungen, Gedanken und Geschichten. Ich lade den Betrachter ein, eigene Assoziationen zu entdecken und den Dialog mit dem Bild zu suchen.

Die Kunst ist für mich ein Ort der Freiheit, der Begegnung und des Innehaltens - ein Raum, in dem aus Stille Farbe wird. 

Die Welt der Empfindungen manifestiert sich je nach Sensibilität und Wesen des einzelnen Künstlers auf unterschiedliche Weise, denn die Entscheidung, sich von dieser inneren Dimension beherrschen zu lassen, die folglich eine formlose und daher völlig instinktive Sprache erfordert, wird zu einer Erweiterung des Selbst. Der Informes und schließt die darauf resultierende Zukunft in ihre Gedankenwelt ein, die sich im Bild wiederfindet
Möchte man ihren Stil definieren, so ist er eindeutig dem abstrakten Neoexpressionismus zuzuordnen. Figurative oder architektonisch angedeutete Akzente finden man kaum, abgesehen von Aktstudien, die bewusst charismatisch, spartanisch gehalten sind. Einfluss nehmen auch die Eindrücke, Impulse und Erlebnisse, die aus dem Alltäglichen kommen und vielfach schöne Empfindungen spüren lassen. Gleichzeitig werden aber auch, oft spontan, politische, gesellschaftskritische und die Künstlerin unmittelbar emotional in Anspruch nehmende Themata etabliert. Ansätze betreffend Informel oder Suprematismus oder geometrische Elemente findet man kaum, und wenn,  dann subtil eingegliedert  als Ergebnis des eigenen Werdegangs, der Entwicklung und Reifung der Künstlerin. Im abstrakten Expressionismus ist alles der instinktiven Freiheit des Arbeitsprozesses und dem sich daraus entwickelten Bildimpuls überlassen, was jedoch nicht als ungeplante Werkentstehung interpretiert werden soll. 
Vielmehr werden Arbeiten revidiert, übermalt, ergänzt und stellen erst dann ein zufriedenes Ergebnis dar. 
Die österreichische Künstlerin Gabriele Uher wählt die Abstraktion des Expressionismus, um ihre Reflexionen, ihre innere Welt durch eine persönliche Bildsprache zu erzählen.
In einigen Werken tritt eine lyrische Haltung hervor, eine chromatische Suggestion, die auf der Grauskala beruht. In anderen Gemälden ist es die impulsivere und überwältigende Seite, die hervortritt. Die Bilder sind kompromisslos und entbehren rein dekorative Ansprüche. Die Diplomatie tritt in den Hindergrund. Das Charisma nimmt überhand. Als Materialien verwendet die Künstlerin Leinwand, gelegentlich auch Karton oder Papier. Auf diesen Medien wird mit Acryl und Oilpastellfarben gearbeitet. Aktstudien mit Kohle und Aquarellfarben ergänzen das OEvre. Als tendenziell am liebsten verwendete Farbkombinationen finden sich Schwarz, Weiß, Grau, manchmal mit impulsiven Rotakzenten versehen, die dem, Motiv Leben verleihen. Spartanisch. nicht zu viel, aber doch genug äußert  sich das Bild dem Betrachter. Trotz Spannung wird Harmonie erzielt. Gabriele Uher verwendet dier Farbpalette, um jeder Farbe ihre eigene spezifische Rolle und die damit assoziierten  plastischen Eindrücke an den Betrachter zu senden. Das Bild wird zur Funkzentrale. Leidenschaftliches Rot, kontrastiertes Schwarz oder Ocker, aber auch luftiges Pink und florale Pastelltöne finden in den Arbeiten Platz.

Text: Marta Lock - Kunstkritikerin, Autorin  - Italien 
Ergänzung und deutsche Überarbeitung
Dr. Andreas Grabner - Arzt, Künstler 
www.andreasgrabner.at

Mein künstlerischer Werdegang

  • Kunstschule Wien 
  • Kunstfabrik - diverse Kurse bei verschiedenen Künstlern
  • diverse Workshops bei verschiedenen KünstlerInnen im In-  und Ausland
  • Kreativtage Sittendorf Atelier Walter Winter 
  • jährliche Kunstreisen nach Italien 
  • künstlerische Unterstützung durch Mag. art Gudrun Burgstaller Italien
  • Mitglied der Künstlergruppe Imala die Farbechten
  • Mitglied Gemeinschaftsatelier St. Gabriel
  • Mitglied Offenes Atelier Wien 
  • jetzt eigenes Atelier
  • Mitglied der Berufsvereinigung der Bildenden Künstler Österreich 
Frau der Jahrhundertwende mit schwarzem Haar und roten Kleid

In Arbeit